In Facebook’s goldenem Käfig

In Facebook’s goldenem Käfig

Facebook und Google sind die größten Datenkraken unserer Zeit. Unser Part der User ist es, so viele Rohstoffe in Form von Daten zur Verfügung zu stellen, ob freiwillig oder über Umwege.

Die Stimmen rund um Datenschutz und die Weiterverwendung von Nutzerdaten werden von Stunde zu Stunde lauter, besonders die Negativen. Mit dem Skandal rund um Facebook und Cambridge Analytica wurde nun die Tragweite von der unrechtmäßigen Verwendung der Daten ersichtlich und verdrängte sogar Trump aus den Schlagzeilen. Plötzlich wurden User, die sich grundsätzlich nicht mit den eigenen Daten beschäftigen, hellhörig und beschäftigen sich auf einmal Eine Odyssee aus Macht, Manipulation und Intransparenz beginnt.

 

Unter allen Beteiligten des Skandals stellt sich besonders eine Partei als die Unwissenden, Unschuldigen und gar als Opfer der Misere dar. Ja Sie haben richtig erraten: Facebook.

Während der Sündenbock von Tag zu Tag zwischen Faceboook, Cambrige Analytica und dem Psychologen Alexandr Kogan wechselt, bleiben die Betroffenen dieselben. 50 Millionen Amerikaner und Amerikanerinnen, deren Daten ohne Zustimmung für die App „thisisyourdigitallife“ verwendet und analysiert wurden. Bei der App konnten sich User mit dem Facebook Profil anmelden und so bekam die App Zugriff auf Freunde, Standortinformationen und persönliche Daten. Soweit so gut. Der Hacken bei der Geschichte ist bloß, dass die Alexandr Kogan, der Entwickler der App die Daten an die Big Data Agentur Cambridge Anayltica weitergab und somit gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook verstoßen hatte. Cambridge Analytica arbeitet zu diesem Zeitpunkt für Donald Trump und nutzte die gekauften Daten um User zugunsten von Donald Trump zu beeinflussen.

 

Facebook ist neben Google einer der größten Datensammler unserer Zeit, wo wir User die Rohstofflieferanten dazu und sogenannte Datenhändler die Hauptkunden von Facebook und Google.

 

Die Frage die sich durch die Debatte ergibt um Datenschutz ergibt ist nicht etwa – ist das alles mit rechte Dingen zugegangen und darf Facebook die Daten weiterverkaufen? Nein, die primäre Frage, die sich daraus stellt ist, handeln wir Facebook User noch selbstbestimmt?

Selbstbestimmung ist dann gegeben, wenn einem Menschen die Möglichkeit hat, aus freiem eigenen Willen gemäß zu handeln. Der Wille bezeichnet darüber hinaus die Fähigkeit, sich bewusst für ein Verhalten zu entscheiden und ein Ziel anzustreben. Demnach handelt ein User selbstbestimmt, wenn ein Mensch frei über sich selbst und sein Verhalten verfügen kann.

 

Aufgrund der massiv fehlenden Transparenz was, wo, wie und zu welchem Zeitpunkt mit unseren Daten auf Facebook und auch Google passiert, ist die Reaktion auf den Datenskandal plötzlich so weitläufig. User sind nun drauf und dran zu erfahren, welche Nutzerdaten Facebook gespeichert hat. Einen guten Hinweis bietet Facebook selbst, indem man seine eignen Daten seit der Anmeldung downloaden kann.

 

Man darf gespannt sein, wie sich das Verhalten der Nutzer, aber auch der Werbetreibenden in Zukunft ändert und ob es in Zukunft noch lukrativ ist, Werbung auf Facebook zu schalten.